Wie alles begann

 Die Infizierung mit dem Eisenbahnbazillus erfolgte nicht erst durch eine Modellbahn, sondern wahrscheinlich durch die häufige Benutzung der altmärkischen Kleinbahnen von Kalbe/Milde nach Klötze im Kindesalter. Das Fahren mit der Bahn war Alltag, ein eigenes Auto für die Eltern nicht finanzierbar. Also mußte alles mit der Bahn erledigt werden. Das größte Vergnügen war es für mich dann als kleiner Knirps neben dem Triebwagenführer der Ferkeltaxe sitzen zu dürfen. Wer kennt noch die Stationen Hohenhenningen, Lockstedt, Neuendorf, Kakerbeck, Winkelstedt, Faulenhorst, Wernstedt … Bilder aus dieser Zeit und von der Strecke sind durchaus selten. Eines ist zum Beispiel in dem Buch „Schiene, Dampf und Kamera“ von Hans Müller (Bild 182) zu finden. Der Betrieb auf dieser prägenden Strecke wurde 1970 stillgelegt. Eigene Fotografien entstanden erst später, vorzeigbare sind noch seltener, aber einige aus der Altmark habe ich auf DSO veröffentlicht (siehe Links).

Diese frühzeitige ‚Infizierung’ wurde natürlich durch eine eigene Modellbahn verstärkt. Diese schenkten mir meine Eltern 1965 zu Weihnachten. Es war eine V200 (DB) von Zeuke & Wegwerth in TT mit einer Weiche und zwei Güterwagen. 
Trotz vieler Probleme mit dem Antrieb, (speziell den Kardanwellen) der Spielfreude tat das wohl keinen Abbruch.
 
Die Möglichkeiten diese Ressourcen zu erweitern blieben in dieser Zeit begrenzt, zum einen wegen des mangelnden Angebots, zum anderen wollten die Sachen ja auch bezahlt werden.
 
So blieb es dann bei mehr oder weniger zufälligen (was es gerade gab) Geburtstags und Weihnachtsgeschenken. Irgendwann hat mir mein Opa dann auch eine richtige „Platte“ gebaut, damit eine feste Anlage gebaut werden konnte.
Nach einem Umzug meiner Eltern hatte ich dann ein kleines Zimmer unter dem Dach nur für mich zur Verfügung. Durch Bekannte bekam ich eine zusätzliche Platte, nun konnte ich schon richtig große Projekte planen. Sehr anregend war dabei das Zeuke-Gleisplanheft mit intuitiven Grafiken.