Theorie

Ein wenig Theorie zum Thema Module und Segmente
Im Prinzip handelt es sich bei meiner Anlage um eine modular aufgebaute Heimanlage. Dabei wird die Anlage in transportable Teilstücke unterteilt und erst nach und nach erbaut. Die Theorie unterscheidet zwischen Modulen und Segmenten. 

 

Definition Segment:

„Ein Segment ist ein Teilstück einer Anlage (die z.B. in "Streifen" oder Rechtecke zerlegt wurde), das mit anderen Segmenten nur in genau festgelegter Anordung kombiniert werden kann. Auf genormte Übergänge wird dabei kein Wert gelegt.“
Quelle: http://www.der-moba.de/index.php/Module_und_Segmente

 

Auf meiner Anlage sind die weiß eingezeichneten Anlagenteile (siehe Übersichtszeichnung auf der Seite 'Projekt Selketalbahn' als Segmente ausgeführt. Der Übergang von P3 nach P4 hätte auch als Modulübergang ausgeführt werden können, das ist als früher Planungsfehler zu sehen.

Definition Modul

„Zusätzlich zum oben Gesagten weist ein Modul genormte Übergänge (bezüglich der Gleislage, der Geländekontur, der Elektrik sowie der Verbindung untereinander) auf, die dem Zweck dienen, die Modulkästen beliebig miteinander kombinieren zu können.“
Quelle: http://www.der-moba.de/index.php/Module_und_Segmente

Für die Zerlegung eines größeren Anlagenthemas in Module und Segmente sprechen:
  • die Zerlegbarkeit, damit leichtere Verstaumöglichkeit (Staubschutz) wenn die Anlage nicht ständig aufgebaut ist/ sein kann,
  • einfache Transportmöglichkeiten bei Umzügen oder Ausstellungen,
  • sehr gute Anpassungsmöglichkeiten bei Veränderungen des zu Verfügung stehenden (Wohn-)Raumes,
  • einfache und praktische Handhabung eines einzelnen Anlagenteils bei Wartungsarbeiten (vermeidet unter der Anlage löten, Antriebe einstellen …),
  • Aufbau der Anlage in anderen Varianten (Rearrangements),
  • Anlagenteilstücke können im Falle eines Anlagenumbaus in die neue Anlage zu integriert werden,
  • Reduzierung der Komplexität: Die Planung kann auf das/die jeweils in Angriff zu nehmende Anlagenteilstück/Modul beschränkt werden. D.h. man muß sich nicht am Anfang mit der Planung erst sehr viel später zu realisierender Anlagenteile befassen. (Die Planungen für die hier vorgestellte Anlage erfolgten zunächst auch nur die drei Segmente P1-3 (Bahnhof Hasselfelde) alle späteren Anlagenteile waren da noch nicht absehbar. Also lieber anfangen anstatt ewig planen und dann doch nichts zu realisieren.
Sehr gute Zugänglichkeit, solange die Tiefe der Module/ Segmente nicht die Armlänge überschreitet (bei beidseitiger Zugangsmöglichkeit: doppelte Armlänge)

Diese scheinbaren Einschränkungen, die dadurch auftreten (sichtbare Trennkanten durch die Landschaft, bei der klassischen Modulanlage kaum Mittelgebirgslandschaften mit komplexen Tunnelstrecken und Schattenbahnhöfen etc.) werden durch oben genannte Vorteile kompensiert.



Teilweiser Überblick über die Anlage im Jahr 2004. Links sieht man noch den Lokschuppen von Hasselfelde. In der Mitte die beiden Stiege-Segmente und darunter die Kehrschleife. Ganz hinten die nach Strassberg führende Strecke. Im Bild Oben links der Bahnhof Strassberg.