Kdi 905-153

Baubericht Kdi 905-153


Vorbemerkung

Ich will nicht den Bausatz in seinen Rohbestandteilen zeigen oder eine detaillierte Bauanleitung liefern. Hier sollen nur einige Dinge dargestellt werden, die mir beim Bau aufgefallen sind.

Nach langer Vorankündigungszeit erreichten mich noch kurz vor Weihnachten 2008 die Bausätze für diesen Wagen. Der Zusammenbau mußte aber noch warten bis beim Bau des EG Stiege eine Stillstandszeit eintrat.
Alle Teile der geätzten Platinen wurden laut Anleitung gebogen. Alle Fahrwerksteile und das komplette Gehäuse wurden gelötet. Besonders beim Fahrwerk erscheint es mir notwendig alle Falze und Knicke zu verlöten. Auch im Bereich der Achslager (Plastik) wurden mit Kühlung die Messingbleche verlötet. Die Achslager sind auch nach dem Verlöten der Fahrwerksteile noch voll beweglich. Die Bauanleitung schweigt sich leider darüber aus, in welcher Lage diese ggfs. festzukleben sind, auf Grund späterer Probleme (siehe 1.) würde ich empfehlen, die Achslager in der unteren Position zu fixieren (Fahrgestell in der normalen Lage).

Das Löten des relativ kleinen Wagenkastens erfolgte immer an den Kanten, auch bei den Fenstern. Lediglich die mittlere Wagenkastenstütze wurde nicht verlötet, diese wurde nur leicht vorgespannt und wird von den anderen, festgelöteten Teilen an den Wagenkasten gedrückt.



Beide Kdi’s im Rohzusstand, noch nicht für das Lackieren vorbereitet


Im wesentlichen erfolgte die Montage nach der Bauanleitung, als etwas abenteuerlich aber letztendlich erfolgreich erwies sich nur das Biegen der Laternenhalter am Handbremsende.

 

Es folgen Bilder zu speziellen Problemen:

 


1) Die Radsätze schliffen an den Kupplungskulissen, zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht entdeckt, das die Achslager trotz Löten an der Achslagerhalterung noch beweglich sind. Daher wurden die Kupplungskulissen an den betreffenden Stellen angeschliffen (Ausschnitt in der Achslagerhalterung). Nach dieser Korrektur laufen die Wagen sehr leichtgängig, man kann sie fast als Wasserwaage benutzen.



2) Für das Zusammenlöten des Wagenkastens habe ich eine einfache Lehre gebaut, damit die Seitenteile und Frontwände exakt miteinander verlötet werden können. Die Leiterplattenreste verhindern einerseits ein Anbrennen des Hartholzes und gewähren die notwendige Höhe für die bereits in Endlage gebogenen Griffstangen am Handbremsende.


3) Die Wagenkastenstützen am Nichthandbremsende müssen um die innere Hälfte der zusammengefalteten Materialstärke reduziert werden.
Bei mir war es ohne dies nicht möglich, den Kasten sauber auf dem Untergestell zu montieren.



4) Die Wagenkastenstützen an der Bremsbühne passen nicht genau unter die Dachstützen. (Dieses Problem ist auch bei von professionellen Modellbauern gebauten Exemplaren zu erkennen
...) Meine Lösung ist an diesen Stellen die Dachstützen vorsichtig abzuschleifen.

5) Ich habe alle Beschriftungselemente vereinzelt (Wagennummer, Gattung, LüP etc.) Die Naßschiebebilder sind äußerst empfindlich. Mir sind ca. 50% zerrissen. Ob die empfohlene Einweichzeit von 1 Sekunde ausreicht kann bezweifelt werden.



Hier noch mal meine beiden Kdi’s, einer in rotbraun und einer grün lackiert, da stand mir das Beschriften noch bevor. Zugleich das Abschiedsbild von Stiege in der Pappausführung, das sieht einer neuen Karriere auf einer anderen Anlage entgegen.



Ansicht des rotbraunen Kdi, hier noch im RAW-frischen Zustand

Nachtrag: Beim Durchblättern eines schönen Bildbandes fand sich ein Foto des 905-153 im Zustand der frühen 70er Jahre.
Zu dieser Zeit waren die beiden Fenster an den Langseiten von innen noch mit vier Gitterstäben gesichert. Für meinen 153 zu spät, aber wer den noch nicht montiert hat ...
Das Bild kann ich aus bekannten Gründen hier natürlich nicht zeigen.