Gleise und Weichen

Gleise allgemein

Anfangs wurde das H0m-Code83 Gleismaterial von Bemo verwendet, später auch Code70 Flexgleise. Auf den Hasselfelde-Segmenten wurden alle Segment-Übergänge mit ausziehbaren Schienen gebaut. Diese werden beim Abbau der Anlage ausgezogen, beim Aufbau wieder zusammengeschoben.


Das mittlere Gleis ist hier auseinandergezogen. Die anderen über die Segmentgrenze verlaufenden Gleise im Bahnhof Hasselfelde können auf die gleiche Weise getrennt werden.

Dadurch ist aber auf jeden Fall sichergestellt, das die Fahrzeuge nicht über die Modul/ Segmentgleis-übergänge 'rumpeln'. Deshalb sind bei den Modul-übergängen auch die Gleise mit Schienenverbindern verbunden. Wer will kann sich mal die Videos aus dem Jahr 2004 anschauen, besonders bei den aus der Lokführerperspektive gemachten Aufnahmen dürfte man nicht merken, wo die Modulübergänge überfahren werden.


Dieses Bild zeigt noch mal die zusammengeschobene Gleisverbindung

Der Gleisober- und Unterbau erfolgte nach den in den 90er Jahren von K. Spörle im EK vorgestellten Methoden. Dabei wird aus mehreren Schichten Zell-kautschuk der Gleisober- und Unterbau gestaltet. Die erhofften Wirkungen für die Schalldämmung traten zwar nicht ein, aber der realistische Gleiskörper entspricht den Erwartungen. Als Schotter wurden J***** -Produkte verwendet.

Tausche Neu gegen Alt

Im ‚normalen’ Leben läuft das wohl meist anders rum. In diesem speziellen Fall geht es aber um eine T*****-weiche, die nur Ärger gemacht hat. Grund des Übels, das sich in Form von Kurzschlüssen beim Überfahren der Herzstückspitze geäußert hat, waren die äußerst zweifelhaften elektrischen Eigenschaften dieser Weiche. Diesmal hatte ich die Flügelschienen, die Zungen und die dazugehörigen Backenschienen elektrisch mit einander verbunden. Wenn man das tut sollte man unbedingt zusätzliche Trennschnitte in den Flügelschienen vor dem Herzstück einfügen. Ob die Federzungen durch die reduzierte Anzahl von Kleineisen dann noch fest genug gelagert sind?

Noch ein paar Worte zu den viel gelobten Servo-Antrieben: Wirklich schön leise wenn sie denn mal richtig eingerichtet sind. Aber macht es wirklich Spaß die einzurichten, jedesmal wieder unter die Platte bücken, die Status-LED’s abzulesen und dann die Setup-Knöpfe drücken. Wenn man Glück hat läuft der Servo dann auch in die gewünschte Endposition, manchmal aber auch darüber hinaus. Das größte Manko sehe ich aber in der Kombination Servo und T*****-Weichen mit Federzungen. Servos haben keine selbsthemmenden Getriebe (ohne Schnecke), werden also durch die Federkraft der Zungen immer wieder in eine Mittellage gedrückt. Unter Spannung müssen die Servos also ständig nachregeln, ohne Spannung (nach Ausschalten der Anlage) ‚fallen’ alle mit Servos angetriebenen Weichen in eine undefinierte Mittellage zurück. Beim nächsten Einschalten darf man dann erstmal alle Weichen durchschalten, damit nicht das erste darüber fahrende Fahrzeug entgleist. Das mag bei einer Digital gesteuerten Anlage anders sein (Reset am Anfang?), da bei meiner Anlage aber die Weichen analog geschaltet werden, finde ich das schlicht Käse.

Also raus mit dem Kram und eine aus einem Bausatz aufgebaute Bemoweiche eingebaut. An die Einbaustelle angepaßt, Zungenspitze und Zungenschienen mit Litze verbunden, ein Postrelais als Antrieb und schon funktioniert alles bestens.



Links die ausgebaute Weiche, rechts der 'alte' Ersatz

 

Weichen
Die Anfangs verwendeten Bemo-Weichen wurde größtenteils aus Bausätzen zusammengebaut. Dadurch konnte gleich Herzstückpolarisierung und sichere elektrische Verbindung der Zungenschienen realisiert werden. Später waren diese nun schon in die Jahre gekommenen Weichen nicht mehr erhältlich und es kamen nur noch die Bemo Code 70 Weichen oder die Tillig-Weichen in Frage. Die Tillig-Weichen harmonierten schon nicht mit meinen bewährten Postrelais-Antrieben, noch weniger konnte der Motor-Antrieb aus dem gleichen Haus überzeugen. So fiel die Wahl dann auf die Bemo-Code 70 Weichen, obwohl diese erheblichen Aufwand notwendig machten um für den Digitalbetrieb tauglich zu sein. Die Weichen werden mit Postrelais angetrieben.
Weitere Details zum Umbau der Bemo Code 70 Weichen findet man unter Spezielle Projekte-Weichenumbau.


Geändert am 16.02.2011